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Bürgerstiftung HU blickt auf ein erfolgreiches 2023 zurück

Gute Resonanz beim Vortrag mit Hajo Schumacher

Hajo Schumacher bricht in Henstedt-Ulzburg eine Lanze

„Ich bin froh, dass jemand den Job von Olaf Scholz macht!“
Autor und Abendblatt-Kolumnist Hajo Schumacher bricht in Henstedt-Ulzburg eine Lanze für die viel kritisierte Ampelkoalition

Henstedt-Ulzburg: Gleich zwei Schumacher standen am Montag auf der Bühne des Bürgerhauses in Henstedt-Ulzburg: Der eine nannte sich Hajo, der andere Horst. Hajo, der Journalist, Autor, Kolumnist und Podcaster des Hamburger Abendblattes. Und Horst, der Vorstand der Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg. Horst begrüßte Hajo zur Lesung und sein Namensvetter bedankte sich und stellte sich als Enkel von Horst vor. Der erste Lacher für die 140 Zuhörerinnen und Zuhörern im Saal.

Unter dem Titel „Deutschland im Daueralarm – Regieren im schwierigen Zeiten“ kurvte Hajo Schumacher danach durch Deutschlands politische Landschaft, inklusive AfD-Thüringen und Söder-Bayern, und mit Ausflügen nach Meloni-Italien, Macron-Frankreich und Brexit-Großbritannien.

Der Politikwissenschaftler und freiberufliche Journalist erwies sich als eloquenter Politik-Erklärer, Dampfplauderer und Analytiker. Und als Medienvertreter, der den Wumms aus dem bundesdeutschen Unmuts-Kessel nehmen will, indem er immer wieder darauf verweist, wie Bürgerinnen und Bürger in anderen Staaten der Europäischen Union im Vergleich leben. Als weitere Übung in Selbstreflexion fragte er das Publikum, wer denn unter Entscheidungen der Bonner Ampel starke finanzielle Einbußen erleiden musste? Niemand hob die Hand.

Minutiös erklärte er die Auswirkungen des Verfassungsgerichts-Urteils, das die Berliner Ampel-Koalition jetzt vor immense Herausforderungen stellt, und auf die die Bürgerinnen und Bürger mit Zukunftsangst reagieren. Schumacher trocken zum medialen Hype und zu Volkes Aufstand: „Wir sind in wenigen Tagen alle zu Verfassungsrechtlern geworden.“ Zudem seien die Verfassungsrichter selber sehr irritiert, was sie mit ihrem Urteil ausgelöst hätten.

Regieren ist nicht ganz einfach in diesen Zeiten, und die Medien haben eine Mitschuld daran.

Hajo Schumacher, Journalist, Autor, Kolumnist und Podcaster

Großes Lob spendete er Robert Habecks klarer Rede über Antisemitismus in Deutschland, ließ sich süffisant über Wolfgang Kubickis (FDP-Bundestagsvizepräsident) Flugreise nach Miami mit anschließender Kreuzschifffahrt und die daraus folgende CO₂-Bilanz aus, und setzte sich erneut für die Ampel-Koalition ein: „Regieren ist nicht ganz einfach in diesen Zeiten, und die Medien haben eine Mitschuld daran.“ Er zitierte den neusten Spiegel-Titel „Absturz eines Besserwissers“ über Olaf Scholz. Schumacher monierte die Panikmache der Medien. „Ich bin froh, dass jemand den Job von Olaf Scholz macht.“

Seit seinem 14. Lebensjahr sei er als Journalist tätig, damals war es noch ein Vergnügen, heute habe sich der Beruf dramatisch gewandelt, weil immer weniger Journalistinnen und Journalisten immer mehr Aufgaben übernehmen, immer mehr Technik bedienen müssen. Für das Wichtigste, die Recherche, bliebe immer weniger Zeit.

Hajo Schumacher blickte zudem auch auf die Angela-Merkel-Zeit zurück, auf die Frau, über die er seine Doktorarbeit geschrieben hat. Er begeisterte das Publikum mit amüsanten Sticheleien gegen Markus Söder im Speziellen und Bayern als Ganzes, erklärte, warum das Debakel mit Habecks Heizungsgesetz ein Sieg der Demokratie und ein eventueller thüringischer Ministerpräsident Björn Höcke kein Weltuntergang sei, und dass mit Meinungsumfragen „viel Schindluder betrieben“ werde. Jedoch – die Geschichte mit Thüringen: Auch die Hitler-Nazis waren dort stark, und auch damals haben Politik und Bürgerschaft die braunen Horden fatal unterschätzt.

Zwischendurch machte Hajo Schumacher, der seine Ausführungen mit leidenschaftlicher Gestik begleitete, „den Obama“ und zog sich den Pullover über den Kopf. Aus dem Publikum zu Donald Trump befragt, sagte er: „Trump kann machen, was er will, es schadet ihm nicht, denn das hat ein hohes Maß an Irrsinn erreicht.“ Sein Fazit indes ist positiv: „Ich stelle fest, dass es in diesem Land viele tolle Menschen gibt, die tolle Sachen machen, zum Beispiel die Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg“.

Heike Linde-Lembke
Hamburger Abendblatt / Norderstedter-Zeitung

 

 

 

11 Schüler:innen legten erfolgreiche IT-Prüfung ab

11 Schülerinnen und Schüler der Olzeborchschule und der Gemeinschaftsschule Rhen hielten nach einer Woche Vollzeitunterricht in den Sommerferien kürzlich ein europaweit anerkanntes Computer-Basiszertifikat in den Händen. Für die anspruchsvolle Prüfung mussten die Schüler/innen die Feinheiten von Word, Powerpoint und Outlook sowie die tiefergehende Recherche im Internet beherrschen.

Die Kosten in Höhe von gut 3.000,- € teilten sich die Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg und der Kreis Segeberg, so dass die Teilnahme für die Schüler:innen vollständig kostenlos blieb.

Im Rahmen einer kleinen Feier überreichten der 1. Vorsitzende der Bürgerstiftung Volker Dornqast und Kreisvertreterin Mervie Vernal die europaweit gültigen Zertifikate und ermunterten die Absolvent*innen, sie den zukünftigen Bewerbungen beizufügen: „So ein Zertifikat fällt potenziellen Arbeitgeber*innen auf, denn es zeigt, dass sich hier jemand über den Schulunterricht hinaus um digitalen Kompetenzen gekümmert hat“. Lobende Worte für die Teilnehmergruppe fand auch die langjährige Dozentin Michaela Wolf, die das Seminar bereits zum 17 Mal durchführte: „Es war beeindruckend, wie zuverlässig und zielstrebig ihr Euch auf die anspruchsvolle Prüfung vorbereitet habt.“ Für Dr. Jochen Brems, Leiter der VHS Henstedt-Ulzburg, ist dieses Kooperationsprojekt von Schulen, Kreisverwaltung, Bürgerstiftung und VHS ein gutes Beispiel dafür, wie man auf unbürokratische Weise Schüler:innen auf ihrem Weg in die Berufswelt unterstützen kann. Ein Novum war dieses Mal die Durchführung der Prüfung im Online-Modus. Hierfür hatte sch die VHS im Vorfeld zunächst bei der europäischen Prüfungszentrale akkreditieren müssen. Für die Absolvent:innen stellte diese Neuerung kein Problem dar – alle bestanden mit einer guten oder sehr guten Abschlussnote!

Das Foto zeigt von links nach rechts: Mervie Vernal (Bildungsmanagement Kreis Segeberg), Volker Dornquast (1. Vorsitzender der Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg), Teilnehmer*innen des Computer-Zertifikatslehrgangs, Michaela Wolf (Lehrgangsleiterin), Dr. Jochen Brems (VHS-Leiter).

Benefizkonzert zum Tag der Stiftungen

Am 03. Oktober ist wieder der bundesweite „Tag der Stiftungen“ und auch die Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg beteiligt sich mit einem Benefizkonzert im Festzelt der „HU-Wiesn“ an diesem Tag. Um 11:00 Uhr ist Einlass und gegen 11:15 Uhr starten dann wieder der bekannte Shantychor „Alstermöwen“, der seit nunmehr 19 Jahren aktiv und weit über die Grenzen von Henstedt-Ulzburg bekannt ist. Gegen 13:15 Uhr geht es dann mit Dudelsack und Gitarre weiter, denn auch in diesem Jahr konnten wir wieder „MacPiet“ gewinnen, der sicherlich wieder für viel Stimmung und viele „Prooooost“ sorgen wird.

Der Eintritt ist frei, wobei eine Spende zu Gunsten der Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg gerne gesehen ist.

Bild oben: Pressebericht des Benefizkonzertes 2022
Bild unten: Das volle Festzelt 2022

Ein tolles Erlebnis für 20 Jugendliche

Eigentlich sollte der letzte Samstag für 20 Schülerinnen und Schüler ein ganztägiges Segelerlebnis in Marinekuttern auf der Kieler Förde werden. Der Wetterbericht versprach ganztägig Sonnenschein.

Doch der tatsächliche strahlende Himmel brachte leider auch eine ganztägige totale Flaute mit sich und so konnten nur wenige Meilen unter Segeln gefahren werden, während die übrige Tagesstrecke vorbei am Nord-Ost-Seekanal, mit den ein- und ausfahrenden großen Pötten, nach Möltenort, Heikendorf, vorbei an Laboe in den Segelhafen nach Schilksee und zurück nach Wik unter Motor gefahren werden musste. Ausgerüstet mit den notwendigen Schwimmwesten und viel sehr guter Laune absolvierten die Schülerinnen und Schüler einen wunderschönen Tag auf dem Wasser in Begleitung zweier ihrer Lehrerinnen und der Bootsführer.

Was ist ein Besansegel, wie bedient man ein Großsegel oder die Fock wurde den jungen Leuten gezeigt und erklärt. Viele andere Sportboote waren auf der Förde unterwegs oder lagen in Ufernähe mit ihren schwarzen Signalbällen vor Anker. Kurze Etappen selbst an der Pinne waren daher für die Betroffenen besonders interessant und spannend. Was gilt es auf dem Wasser alles zu beachten?

Müde ging es nach gut fünf Stunden zurück zum Bus, der an der Kiellinie wartete. Möglich gemacht hatte diesen Tagesausflug die Bürgerstiftung Henstedt-Ulzburg, eines von vielen Projekten für unsere Schüler im Ort.